Schwetzingen auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Die Pyramiden von Gizeh, die Chinesische Mauer, Schloss Versailles, Kloster Maulbronn, …
und bald auch Schwetzingen?

Weltkulturerbeantrag Schwetzingen, Luftaufnahme

Das Ensemble aus Stadt, Schloss und Garten in Schwetzingen ist das am besten erhaltene, funktional vollständige und mit zahlreichen außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen (u.a. letzte erhaltene Gartenmoschee des 18. Jahrhundert und ältestes erhaltenes Rangtheater Europas) ausgezeichnete Beispiel einer fürstlichen Sommerresidenz des 18. Jahrhunderts. Wie in keinem anderen Schlossgarten wurde hier zudem die Verbindung der beiden Gartenstile des 18. Jahrhunderts in vollkommenster Weise verwirklicht. Dank des geringen Überformungsgrades im 19. und 20. Jahrhundert blieb die Authentizität des historischen Schlossgartens bis heute erhalten.

Darüber hinaus stellt die Sommerresidenz ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kulturtradition dar. Mit der sogenannten „Mannheimer Schule“ fand der besondere Charakter des höfischen Lebens im Bereich der Musik eine beispiellose Form. Einzigartig in Europa war zum Beispiel die programmatische Bindung des in Schwetzingen aufgeführten Opernrepertoires an die aufklärerische Ausrichtung der Sommerresidenz.

Weltkulturerbeantrag Schwetzingen, Plan

Wenn die Bemühungen des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Schwetzingen Erfolg haben, könnte Schwetzingen schon bald im selben Atemzug mit den wichtigsten Kulturdenkmälern der Welt genannt werden.

Doch die angestrebte Aufnahme von Schwetzingen in die UNESCO-Welterbeliste ist ein langwieriger Prozess. Schon mit der Einreichung des UNESCO-Antrags sind konkrete Schritte erforderlich, um den Erhalt, die Pflege und die Vermittlung des gemeinsamen kulturellen Erbes im Sinne der UNESCO-Welterbekonvention sicherzustellen.

Weitere Informationen zu Schwetzingen
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook