Chronologie des UNESCO-Antrags

1998

 

Seit 1998 steht Schwetzingen offiziell auf der deutschen Auswahlliste zur Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO. Mit dieser Vorauswahl wurde auf nationaler Ebene bereits ein unmissverständliches Zeichen für die überragende Bedeutung der ehemaligen Sommerresidenz des Kurfürsten Carl Theodors gesetzt.

2005

 

Für den Schwetzinger Antrag schließen sich der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, die Stadt Schwetzingen und das Landesamt für Denkmalpflege in einem Projekt zusammen.

Zu Beginn des Jahres 2005 wird im Schwetzinger Schloss ein gemeinsames Büro zur Koordination der Antragsvorbereitungen eingerichtet, das bis Januar 2007 besteht.

Als Berater für den Prozess der Antragstellung konnte Herr Dr. Rob de Jong, langjähriger Präsident der internationalen Organisation für Historische Gärten ICOMOS-IFLA gewonnen werden.

Im Sommer 2005 gaben der Finanzminister des Landes Baden-Württemberg, Gerhard Stratthaus und der Oberbürgermeister der Stadt Schwetzingen, Bernd Kappenstein bekannt, dass im Zentrum der Antragstellung nicht nur - wie ursprünglich vorgesehen - Schloss und Garten stehen werden, sondern auch die barocke Stadtanlage mit den Sichtachsen.

Im September 2005 wird vom Lenkungsausschuss der offizielle Titel des Antrags festgelegt: „Schwetzingen – kurfürstliche Sommerresidenz des 18. Jahrhunderts“.

2006

 

Februar 2006 wird der Managementplan fertig gestellt. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste.

Bis Ende 2006 wurden alle weiteren Unterlagen für den Antrag fertiggestellt.

Im November findet die feierliche Unterzeichnung des fertig gestellten Antrags durch den Finanzminister des Landes Baden-Württemberg Gerhard Stratthaus und den Schwetzinger Oberbürgermeister Bernd Kappenstein statt.

2007

 

Im Januar wird der Antrag termingerecht bei der UNESCO in Paris eingereicht.

2008

 

Schwetzingen befindet sich in der Evaluierungsphase, d.h. der Antrag wird vom Welterbekomitee geprüft.  Dabei wird die UNESCO durch Gutachten von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) – dem Internationalen Rat für Denkmalpflege – unterstützt.

Im Rahmen des Welterbeantrags finden zahlreiche Veranstaltungen statt, z.B. die „Schaustellen“ und Vorträge, die Einblicke in die im Managementplan festgelegten Maßnahmen, das Antragsverfahren und in die tägliche, aufwändige Pflege der kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen geben.

2009

 

Die Antragssteller, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Schwetzingen, beschließen aufgrund eines negativen Votums von ICOMOS, den Antrag auf Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO vorerst zurückzuziehen und in einer überarbeiteten Fassung, in der die einzigartigen Merkmale des Ensembles stärker herausgestellt werden, erneut einzureichen.

2010

 

Der Neuantrag besteht die technische Vorprüfung im Welterbezentrum der UNESCO.

2011

 

Der Welterbeantrag wird zum 1. Februar 2011 von der Bundesrepublik Deutschland unter dem Titel „Schwetzingen – Kurfürstliche Sommerresidenz“ bei der UNESCO in Paris eingereicht.

Weitere Informationen zu Schwetzingen
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook