Stilgeschichte

Stadtfront

Dem Schwetzinger Schloss sieht man noch an, dass die unregelmäßige Anlage im Kern auf eine mittelalterliche Burg mit Umbauten in der Renaissancezeit zurückgeht.

Barock:

Barocker Vorstellung entspricht die Vereinheitlichung der Fronten des Schlosses, zur Stadt und zum Garten hin. Vor allem die Erweiterung der Stadtseite durch die niedrigeren, seitlich anschließenden Bauten der „Communs“, der Flügelbauten, ergibt das für eine barocke Schlossanlage typische Bild eines Ehrenhofes, der sich zur Stadt hin öffnet.

Stuckdetail

Rokoko:

Von 1748 an entstanden nach den Plänen von Guilleaume d’Hauberat und Franz Wilhelm Rabaliatti die sogenannten Zirkelbauten, Bauten im Halbrund, die das Gartenparterre des Schwetzinger Schlosses umfangen. Wand und Decke im Speise- oder Jagdsaal zeigen bewegten Rokokostuck mit Blütengirlanden.

Panneau

Klassizismus:

Im 19. Jahrhundert wurden im Schwetzinger Schloss nur noch die Innenausstattungen dem wechselnden Geschmack angepasst. Die Einrichtungen eines Carl Theodor entsprachen nicht mehr den Veränderungen der Mode. Schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts orientierte man sich bei den Formen der Möbel und den Zier-Elementen am Vorbild der Antike. Gerade Formen statt der geschwungenen, strenge Gliederung durch Säulen, die gerade Felder einrahmen, als Schmuck Lorbeerkränze statt Blütengirlanden. Die Ausstattungen des Appartements der Gräfin Hochberg, der zweiten Frau des Markgrafen Karl Friedrich, zeigt solche eleganten klassizistischen Formen.

 

 

Weitere Informationen zu Schwetzingen
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook