Bereits seit 1998 steht Schwetzingen auf der so genannten Tentativ-Liste. In dieser von der deutschen Kultusministerkonferenz verabschiedeten Liste sind diejenigen Denkmäler aufgeführt, für welche in den kommenden Jahren Anträge auf Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO gestellt werden sollen.
Das Land Baden-Württemberg mit Vertretern des Landesamts für Denkmalpflege und des Landesbetriebs Vermögen und Bau sowie der Stadt Schwetzingen haben sich daraufhin in einem gemeinsamen Projekt zusammengeschlossen, um die komplexe und umfangreiche Arbeit für den Schwetzinger UNESCO-Welterbeantrag zu leisten, denn zur Antragstellung musste eine umfangreiche Dokumentation nach Vorgaben der UNESCO erarbeitet werden. Dabei ging es zum einen um den Nachweis des außergewöhnlichen universellen Werts der Anlage, zum anderen musste eine fundierte und überzeugende Beschreibung des Ensembles vorgelegt werden. Des Weiteren war ein so genannter Managementplan erforderlich, der die zukünftige Erhaltung von Schloss und Garten sicherstellt. Er gibt detailliert über die vor Ort agierenden Institutionen und Gruppen Auskunft und garantiert Erhalt, Pflege und Vermittlung der zur Eintragung vorgeschlagenen Anlage. Ein Paket von Projekten und Maßnahmen soll dem zur Nominierung vorgeschlagenen Gebiet eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen.
Unter dem Titel „Schwetzingen – Kurfürstliche Sommerresidenz“ wurde der Antrag bei der UNESCO zum 1. Februar 2011 in Paris eingereicht. Eine Entscheidung über die Aufnahme in die Welterbeliste ist nun frühestens im Sommer 2012 zu erwarten.
Doch die Arbeit in Schwetzingen geht weiter, um mit zahlreichen, langfristig angelegten Maßnahmen um Erhalt und Pflege des einzigartigen Ensembles bestehend aus Schloss, Schlossgarten und barocker Altstadt zu garantieren.
Allgemeine Informationen zum UNESCO-Welterbeantrag 2011 können Sie hier >>> als pdf herunterladen.
Die Antragsunterlagen können Sie hier einsehen: