Der Amerikanischer Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Tulpenbaum im Schwetzinger Schlossgarten

Tulpenbaum im Schwetzinger Schlossgarten


In dem Teil des Schlossgartens wo ursprünglich die kurfürstliche Menagerie betrieben wurde, hat der großherzogliche Gartendirektor Johann M. Zeyher auf  Befehl des Großherzogs von Baden 1804 das heutige Arboretum als forstbotanischen Garten angelegt. Es sollten hier alle in- und ausländischen Gehölze gesammelt und gezeigt werden, die in den großherzoglichen Landen gedeihen. 

In einem eher stillen Winkel dieses Arboretums kann der Schlossgartenbesucher bei seinem Rundgang im Juni die grünlichgelben Blütenkelche eines prächtigen Tulpenbaumes entdecken.
Der stattliche Baum, dessen Namen sich von seiner Blütenform, die an eine Tulpenblüte erinnert, ableitet, steht in der Nachbarschaft von Osage-Dorn (Maclura pomifera), Schwarzem Maulbeerbaum (Morus nigra) und Echter Mispel (Mespilus germanica).

Der Tulpenbaum gehört zur Familie Magnoliengewächse und stammt aus den Auwäldern des östlichen Nordamerika. Er wurde schon  1633 mit nach England gebracht und kam 1697 nach Deutschland. Seit dem 17. Jahrhundert wird der Tulpenbaum kultiviert und findet Verwendung als Schmuckbaum in Garten- und  Parkanklagen. Der Baum kann in seiner Heimat bis zu 60 m hoch, bei uns sind Exemplare mit einer Höhe von bis zu 40 m bekannt.

Interessant ist neben der vierlappigen Blattform auch die zapfenartige, gelblichgrüne  Sammelfrucht des Tulpenbaumes. Sie setzt sich aus einzelnen Flügelnüssen zusammen die bis zum Winter am Baum bleiben und dann von der Zapfenspitze abfallen.
Im Herbst ist der Tulpenbaum mit seiner auffallend goldgelben Blattfärbung noch mal  ein besonderer Schmuck für den Garten.

Weitere Informationen zu Schwetzingen
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook