Die Kaiserkrone

Kaiserkrone im Schwetzinger Schlossgarten


Die Zwiebelpflanze stammt ursprünglich aus den Hochländern Kleinasiens und wurde schon in den mittelalterlichen Gärten der Perser und Türken kultiviert. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie über Italien und Wien nach Mitteleuropa eingeführt. Ihr auffälliger Blütenstand und ihre stattliche Erscheinung ließ sie im 17. Jahrhundert zu einer Prachtpflanze des Barock werden. Die faustgroßen Zwiebeln der Pflanze waren sehr teuer und wurden daher vorwiegend in herrschaftlichen Lustgärten verwendet. In den fürstlichen Gärten des Barock gab es eine strenge Gestaltungsordnung nach der die Blütenrabatten des Gartenparterres zu bepflanzen waren. Die Kaiserkrone wurde dabei als mittelhohe Blume der Frühjahrsbepflanzung in der Mitte der Zierrabatte des Parterres verwendet, oft zusammen mit Goldlack oder Silberblatt. Hier kam die imposante Pflanze mit ihrer Blütenfarbe und –form am besten zur Geltung. Die Pflanzung erfolgte in regelmäßigen Reihen und Abständen und wurde durch geschnittenen Formbäumchen und Blühsträuchern gegliedert.

Die Kaiserkrone wird bis zu 100 cm hoch und wirkt durch die am Ende des langen Schaftes ringartig angeordneten gelben oder orangefarbigen Einzelglocken. Der Blütenstand ist durch einen büschelartigen grünen Blattschopf gekrönt. Die Zwiebeln der Kaiserkronen sendet einen starken Geruch aus, durch den lästige Wühlmäuse aus den Beeten vertrieben werden.

Die gelbe Blüte der Kaiserkrone ist meist im April auf ihrem Höhepunkt und schwebt dann über der unteren, teppichartigen Blütenebene der blauen Stiefmütterchen (Viola x wittrockiana) , rot –weißen Tausendschönchen (Bellis perennis) und der gelben Gemswurz ( Doronicum orientale).
 

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook