Besucher im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Vollkommene Verbindung unterschiedlicher Gartenstile

Die Anlage

Der Schlossgarten Schwetzingen begeistert durch seine vielfältig gestalteten Gartenpartien. Auf geometrisch-symmetrische Formen folgen kunstvoll inszenierte Landschaftsbilder mit fantastischen Aussichten. Bezauberndes Kleinod ist Kurfürst Carl Theodors Privatgarten am Badhaus.

Allee im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Prächtige Alleen mit Akzenten.

Barockgarten im französischen Stil

Der im französischen Stil gehaltene Barockgarten liegt ausgebreitet vor dem Schloss wie ein kostbar besticktes Tischtuch. Geometrische Formen herrschen in der Gestaltung der schnurgeraden Wege und rechteckigen Blumenrabatten vor. Der Blick führt entlang der Mittelachse über den prächtigen Arionbrunnen, die Hirschgruppe und den Großen Weiher hinaus in Feld und Wiesen. Schattige Wäldchen, umrahmt von geformten Hecken laden zu Spaziergängen ein. Skulpturen setzen strahlend weiße Akzente.

Blick auf Apollotempel im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Der Tempel als Krönung der natürlichen Bühne.

Naturtheater mit Apollotempel

Nördlich der Mittelachse liegt das Naturtheater, 1762 von Nicolas de Pigage errichtet. Oberhalb der natürlichen Bühne erhebt sich der Apollotempel als bekrönender Abschluss. Sechs Sphingen bewachen den tiefer gelegenen Zuschauerraum. Hier lauschte die höfische Gesellschaft Opern, die eigens für die Sommerresidenz komponiert worden waren.

Das Badhaus im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Im Zentrum der Anlage liegt das Badhaus.

Carl Theodors Privatgarten

Im Anschluss an den Apollotempel ließ sich Kurfürst Carl Theodor einen intimen Garten im Garten errichten. Das gesamte Areal ist durch Gitter, Mauern und Hecken abgeschlossen. Zentrum der Anlage ist das Badhaus, in dem der Kurfürst ungestört studieren und musizieren konnte. Besucher wurden durch verschiedene kleinteilige Innen- und Außenräume überrascht. Bis heute begeistern die ovale Brunnenanlage der wasserspeienden Vögel und das sogenannte Perspektiv mit dem „Ende der Welt“.

Römisches Wasserkastell im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen

Architekturstaffagen beleben den Garten.

Englischer Landschaftsgarten

Im Anschluss an den Barockgarten lockt der englische Landschaftsgarten mit sanft modellierten Wiesenflächen, exotischen Gehölzen und überraschenden Blickbeziehungen. Friedrich Ludwig von Sckell erweiterte in harmonischer Weise ab 1777 den geometrischen Barockgarten durch diese Partien im neuen Stil. Der Architekt Nicolas des Pigage fügte außergewöhnliche Gartenarchitekturen wie das Römische Wasserkastell mit Aquädukt, die Gartenmoschee und den geheimnisvollen Merkurtempel hinzu.

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