Stadtseite von Schloss Schwetzingen

Wohnen im Schloss – Feiern in den Zirkelgebäuden

Die Gebäude

Schloss Schwetzingen ist eine kleine Dreiflügelanlage, die sich um einen Ehrenhof zur Stadt Schwetzingen hin öffnet. Die Appartements der Herrschaften und Gäste lagen in den beiden Obergeschossen. Schlosskapelle, Festsäle und Hoftheater sind in separaten Gebäuden untergebracht.

Schlafzimmer des Kurfürsten Carl Theodors im Schloss Schwetzingen

Das Appartement für den Herrn.

Getrenntes Leben – die kurfürstlichen Appartements

Fürstliche Wohnräume setzten sich aus einer bestimmten Abfolge von Zimmern zusammen und wurden Appartement genannt. Dieses bestand stets aus mindestens drei Räumen: Vorzimmer, Schlafzimmer und Kabinett. Der Herr und die Dame des Hauses wohnten getrennt. Die beiden Appartements von Kurfürst Carl Theodor und seiner Ehefrau Elisabeth Augusta lagen im ersten Obergeschoss des Schlosses. Im Gegensatz zur Mannheimer Residenz waren die Räume in der Sommerresidenz wesentlich schlichter ausgestattet.

Innenansicht des Hochberg-Appartements im Schloss Schwetzingen

Ein Appartement für die Dame.

Hochmodern: das Appartement für die junge Ehefrau

1803 war die Kurpfalz mit dem weitgehend leer stehenden Schloss Schwetzingen an das Haus Baden gefallen. Markgraf Carl Friedrich von Baden nutzte die Sommerresidenz für gelegentliche Aufenthalte auf dem Land. Dann bewohnte er das noch im Stil des 18. Jahrhunderts eingerichtete Appartement Carl Theodors. Für seine junge zweite Gemahlin, Reichsgräfin Luise Karoline von Hochberg, ließ er 1804 ein modernes Appartement im Stil des Empire im zweiten Obergeschoss einrichten.

Neue Dreiflügelanlage für den gesamten Hofstaat

Das kleine Jagdschloss besaß um 1700 nur wenige Wohnräume. Um die Kavaliere, Hofdamen und Bediensteten in der Nähe ihrer Herrschaft unterzubringen, ließ Kurfürst Johann Wilhelm 1710 zwei Ehrenhofflügel anbauen. Die Küche wurde im südlichen Ehrenhofflügel eingerichtet, die Schlosskapelle am nördlichen Flügel angebaut. Von seinem Appartement konnte vierzig Jahre später der katholische Kurfürst Carl Theodor direkt in seine Loge auf der Empore gelangen und getrennt vom Hofstaat am Gottesdienst teilnehmen.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen aus der Luft

Zwei Zirkelgebäude rahmen das Kreisparterre.

Eleganter Rahmen für das Kreisparterre: die Zirkelbauten

Kurfürst Carl Theodor plante 1742 zunächst einen Neubau von Schloss Schwetzingen. An der Stelle des heutigen Arionbrunnens sollte der Bau mit vier umliegenden viertelkreisförmigen Zirkelgebäuden entstehen. Zwei der Zirkelgebäude konnten zwischen 1748 und 1752 westlich des Schlosses realisiert werden. Beide Zirkelgebäude bieten viel Platz für das elegante Rokoko-Theater und Festsäle mit direktem Zugang zum Garten. Doch aus finanziellen Gründen verwarf der Kurfürst den weiteren Neubau des Schlosses.

Außenansicht vom nördlichen Zirkelbau von Schloss Schwetzingen

Die Zirkelbauten eignen sich auch heute noch für Feste, Ausstellungen und Konzerte.

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