Panoramatapete im Hochberg-Appartement im Schloss Schwetzingen

Im Stil der Zeit

Das Appartement der Luise Karoline von Hochberg

Markgraf Carl Friedrich von Baden nutzte das Schloss für gelegentliche Aufenthalte im Sommer. Seine Ehefrau, die nicht standesgemäße Reichsgräfin Luise Karoline von Hochberg (1768–1820), bewohnte Räume im zweiten Obergeschoss. 1804 wurden sie im modernen Empire-Stil eingerichtet.

Blick in das Hochberg-Appartement im Schloss Schwetzingen

Die Reichsgräfin stattete den Raum neu aus.

Neue Tapeten und Möbel

In Schwetzingen stand der Reichsgräfin ein eigenes Appartement mit Audienzzimmer, Gesellschaftszimmer, Wohnzimmer und Ankleidezimmer zur Verfügung. Während sich der Kurfürst in seinem Appartement im ersten Obergeschoss mit der altmodischen Einrichtung aus dem 18. Jahrhundert zufrieden gab, wählte Luise Karoline eine moderne Ausstattung. Hochwertige Tapeten mit Illusions- und Landschaftsmalerei schmückten ab 1804 die Wände. Zum reizvollen Ambiente trugen zierliche Stühle aus rötlich lasiertem Nussbaum bei.

Detail der Tapete im Compagniezimmer des Hochberg-Appartements im Schloss Schwetzingen

Der Geschmack der Reichsgräfin war exquisit.

Faszinierender Blick in die „Schweiz“

Im Gesellschaftszimmer, dem sogenannten Compagniezimmer, wirken die Farben der kostbaren Tapete frisch und intensiv. Mächtige Bergmassive, brausende Gletscherbäche, schneebedeckte Gipfel und trutzige Burgen versetzen den Betrachter in verschiedene Schweizer Landschaften. Die Elsässer Firma Zuber stellte seit 1802 diese neuartige Wandverkleidung im aufwendigen Handdruckverfahren her. Durch das Aneinanderreihen mehrerer Bahnen entstand ein faszinierender Panoramaeffekt, der noch heute begeistert.

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