Einzigartige GArtenanlage von europäischem Rang

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen

IM DIENSTE DES KURFÜRSTEN

FRIEDRICH LUDWIG

VON SCKELL

Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823) schuf seine erste Gartenpartie in Schwetzingen im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Mit dem Arborium Theodoricum, einem Baumlehrgarten, wurde er zum Wegbereiter des neuen Gartenstils in Süddeutschland.

Besucher im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Sckell studierte in Paris Botanik.

WIE GELANGTE SCKELL AN DEN HOF DES KURFÜRSTEN?

Der in Weilburg an der Lahn geborene Sckell kam über seinen Vater, der Hofgärtner in Schwetzingen war, bereits sehr früh in Kontakt mit Kurfürst Carl Theodor. Der Landesherr scheint Sckells Begabung erkannt zu haben und entsandte ihn auf Staatskosten nach Paris. Dort studierte er unter anderem Botanik, Gartenplanung und das Baumschulwesen. Im Anschluss daran machte sich Sckell in den berühmten Gärten von Stourhead und Stowe mit dem Stil des englischen Landschaftsgartens vertraut.

WAR DIE SCHWETZINGER ARBEIT WICHTIG FÜR SPÄTERE WERKE?

In Schwetzingen erhielt Sckell ab 1777 die Gelegenheit, am Nord- und Westrand des Schlossgartens erste landschaftliche Partien um den barocken Garten herum zu gestalten. Sckell schuf reizvolle Gartenareale, durchzogen von Schlängelwegen mit Gehölzgruppen und überraschenden Aussichten. Im Arborium Theodoricum, dem Baumlehrgarten Carl Theodors, verwirklichte er zum ersten Mal das Hauptmotiv seines Schaffens, ein Wiesentälchen mit bewegter Bodenmodellierung und Waldsaum.

Brücke im Schlossgarten von Schloss Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Sckell wurde 1804 bayerischer Hofgartenintendant.

BLIEB SCKELL SEIN LEBEN LANG IN SCHWETZINGEN?

Im Jahr 1799 stieg Friedrich Ludwig von Sckell zum Gartenbaudirektor für die Rheinpfalz und Bayern auf. Ab 1800 stand er dem Kurfürsten beratend bei der Umwidmung der Mannheimer Stadtbefestigung zu einer Parkanlage zur Seite. 1804 wurde Sckell als bayerischer Hofgartenintendant nach München berufen. Zu seinen Hauptwerken zählen dort die Umgestaltung des Nymphenburger Schlossgartens und die Anlage des Englischen Gartens, der bereits unter Carl Theodor begonnen wurde.

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