GOTTESLOB UND HOCHZEITSMARSCH DIE SCHLOSSKAPELLE

Seit 1803 regierte in der Kurpfalz das protestantische Haus Baden. Die alte Schlosskapelle am nördlichen Ehrenhofflügel wurde 1804 für das Feiern evangelischer Gottesdienste umgestaltet. Friedrich Weinbrenner gab der Kapelle ein modernes Gesicht im Stil des Klassizismus.

Kasettendecke in der Schlosskapelle von Schloss Schwetzingen

Zarte Blautöne heben die Kasettendecke hervor.

KLASSIZISTISCHER DEKOR

Der Karlsruher Architekt Friedrich Weinbrenner (1766–1826) entwarf eine klassizistische Raumausstattung mit Kassettendecke in zarten Blautönen. An der Nordwand befindet sich über dem Altar die zentrale Kanzel, in der darüber eingerichteten Emporennische wurde 1806 eine gebrauchte Orgel eingebaut. Von der gegenüber liegenden Hofloge hatte im 18. Jahrhundert schon der katholische Kurfürst Carl Theodor der Heiligen Messe beigewohnt – das wurde auch für den protestantischen Markgrafen beibehalten.

Orgel in der Schlosskapelle von Schloss Schwetzingen

Die Ubhauser-Orgel ist ein Highlight der Kapelle.

VIELSTIMMIGES KLEINOD

Der Orgelbauer Andreas Ubhauser aus Heidelberg schuf die zierliche Orgel in der Schlosskapelle. 90 Prozent des Instruments sind noch original. Die letzte umfassende Restaurierung erfolgte von 1980 bis 1982. Der Großteil der Orgelpfeifen besteht aus Zinn. Die Tastatur ist aus kostbarem Ebenholz gefertigt. Heute lässt Schlossorganist Heinz-Georg Saalmüller die historische Orgel in Sonderführungen und bei Hochzeiten erklingen.

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