Einzigartige GArtenanlage von europäischem Rang

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen

Montag, 7. Mai 2018

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen | Allgemeines

WECHSEL ZUR SOMMERBEPFLANZUNG

Die Zeit der bunten Frühjahrsblüher geht zu Ende: Im Schlossgarten Schwetzingen werden die ornamentalen Beete im großen Kreisparterre direkt beim Schloss jetzt neu bepflanzt. Bis alles wieder vielfarbig strahlt, müssen aber erst noch die Eisheiligen ins Land gehen. Eine farbenfrohe Pracht gibt’s trotzdem zu bewundern: Im Landschaftsgarten stehen die „Schneebälle“ und Rosskastanien in voller Blüte.

Der Sommer kommt: Florwechsel im Kreisparterre das Schlossgartens

 

Die Zeit der bunten Frühjahrsblüher geht zu Ende: Im Schlossgarten Schwetzingen werden die ornamentalen Beete im großen Kreisparterre direkt beim Schloss jetzt neu bepflanzt. Bis alles wieder vielfarbig strahlt, müssen aber erst noch die Eisheiligen ins Land gehen. Eine farbenfrohe Pracht gibt’s trotzdem zu bewundern: Im Landschaftsgarten stehen die „Schneebälle“ und Rosskastanien in voller Blüte.

 

PLATZ FÜR DEN SOMMER IN DEN BAROCKEN BEETEN
In dieser Woche haben die Schlossgärtner mit dem Florwechsel begonnen, um die dekorativen Beete im berühmten barocken Kreisparterre für den Sommer vorzubereiten. Alle Mitarbeiter der Schlossgärtnerei werden drei Wochen beschäftigt sein, um die vielfarbige Bepflanzung herzustellen – „…dafür brauchen wir optimale Wetterbedingungen“, erklärt Sandra Moritz, die Leiterin der Schlossverwaltung. Auf einer Länge von 880 m und einer Breite von zwei Metern werden die Beete jetzt abgeräumt und neu bepflanzt. Etwa 20.000 Pflanzen, herangezogen in der betriebseigenen Gärtnerei im Schlossgarten Schwetzingen, wachsen dann den Sommer über auf den insgesamt 1.760 Quadratmetern der Beete.

 

SPÄTE FRÜHJAHRSBLÜHERPRACHT
Der in diesem Jahr recht spät erblühte Frühjahrsflor in den Parterrebeeten hatte mit den Bodenfrost dieses Winters zu kämpfen und war daher zwei bis drei Wochen in seinem Wachstum zurück, was durch die sehr warmen Tage im April wieder aufgeholt werden konnte. Rund 36.000 Stück krautige Frühjahrsblüher waren im Oktober akkurat nach historischem Vorbild in die Beete gepflanzt worden: Hornveilchen, Tausendschönchen, Vergissmeinnicht, Schlüsselblumen, Frühjahrs-Gemswurz, Mondviole und Greiskraut. Nun wird die Frühjahrspflanzung komplett abgeräumt, um den Florwechsel vorzunehmen. Trostlos wird der Schlossgarten dennoch nicht wirken, denn prächtig blühende Pflanzen gibt es auch jetzt: Bis Ende Mai sind noch der Bärlauch mit seinen weißen Blütendolden, die Schwertlilien in den Rabatten des Orangeriegartens sowie die Rosskastanie und die wunderschönen Schneebälle (Viburnum) im Arboretum zu bewundern.

 

HISTORISCHE VORBILDER FÜR DIE BEPFLANZUNG
Gepflanzt wird in den Rabatten nach einem exakten Plan: Wie auf einem Schachbrett wechseln die Sorten, angelegt in elf Längsreihen. Mit dem Ziehen der Querstreifen in entsprechendem Abstand (12,5 x 12,5 cm) wird das Raster auf den Boden gezeichnet. Die äußeren Reihen entsprechen sich, die mittlere Reihe ist solitär bepflanzt. Alle 4,8 m wiederholt sich das Muster. „Die Bepflanzung orientiert sich dabei streng an Vorlagen des 18. Jahrhunderts“, erklärt Gerhard Raab von den Staatlichen Schlössern und Gärten. Das betrifft auch die Auswahl der dekorativen Pflanzen, fährt der Verantwortliche für den Schwetzinger Schlossgarten fort: „Das sind alles Sorten, die es auch damals schon gegeben hat.“ Studentenblume, Löwenmaul, Gartenfuchsschwanz, Sonnenwende, Bechermalve, Wunderblume, Gartenmohn und Salbeiarten jeweils in verschiedenen Sorten. 25 verschiedene niedrige und halbhohe Pflanzenarten stehen in diesem Jahr auf der Pflanzliste der Schlossgärtner.

 

BÄUMCHEN SETZEN AKZENTE FÜR KALKULIERTE WIRKUNG
Akzente setzen in Form gestutzte Halbstämme: etwa Zierapfelbäumchen, aber auch die zahlreichen Kübelpflanzen, mit denen der Schwetzinger Garten glänzt. Etwa 650 Stück sind es: Palmen, Granatäpfel, Oleander, Lorbeer, Zitrusbäume, Oliven, Bananen, Albizien, Khaki, Yucca, Wandelröschen, Bleiwurz, Schmucklilien, Zieringwer, Hibiskus, Nachtschatten, Hammersträucher, Strelizien, Cassia, Myrten und Korallensträucher. Die Beete werden ganz traditionell in Form eines Karpfenrückens angelegt: zur Mitte hin erhöht und zu den Rändern abfallend. Die Pflanzen in der Beetmitte werden so hervorgehoben. Die mittelhohen Blumen pflanzt man in die Rabattenmitte, während die Rabattenränder mit weniger hohen Schmuckpflanzen bepflanzt werden.

 

EINDRUCKSVOLLE ZAHLEN IM SCHLOSSGARTEN
Der weitläufige Schlossgarten kann mit seinen Zahlen beeindrucken: Allein 12,5 km Hainbuchenhecken sind es, die regelmäßig von den Schlossgärtnern in Form geschnitten werden müssen. Vier Kilometer lang sind die Buchshecken, die die Rabatten einfassen – und auch die müssen in Form gehalten werden. 860 Linden warten auf die Scheren der Gärtner. Dazu kommen 4.000 Bäume – gezählt sind nur die größeren mit einem Stammdurchmesser von über 10 cm und nicht die Bäume in den Alleen.

 

SERVICE

 

ÖFFNUNGSZEITEN Schlossgarten Schwetzingen
Täglich 9.00 – 20.00 Uhr
Letzter Einlass 19.30 Uhr

 

EINTRITT
Erwachsene 6,00 €
Ermäßigte 3,00 €
Familien 15,00 €
Gruppen (ab 20 Personen) pro Person 5,40 €

 

KONTAKT
Schloss und Schlossgarten Schwetzingen
Schloss Mittelbau
68723 Schwetzingen
Telefon +49(0)62 21.6 58 88 - 0
Telefax +49(0)62 21.6 58 88 - 18
service@schloss-schwetzingen.com

 

 

 

 

 

 

Download und Bilder

Florwechsel im Schlossgarten

Bildnachweis

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Gerhard Raab

Technische Daten

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Die blühenden Rosskastanien

Bildnachweis

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Henrike von Werder-Zyprian

Technische Daten

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