Bildnis des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz

Aufgeklärter Herrscher und Kunstfreund

Carl Theodor von der Pfalz

Unter Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz erlebte die Kurpfalz eine Blütezeit. Schloss Mannheim wurde in seiner über 50-jährigen Regentschaft zum Musentempel. Schloss und Schlossgarten Schwetzingen baute der Landesherr zu einer der schönsten Sommerresidenzen in Europa aus.

Bildnis Kurfürstin Elisabeth Augusta

Durch Heirat kam er auf den kurpfälzischen Thron.

Wie gelangte Carl Theodor auf den Thron?

Carl Theodor aus dem Hause Pfalz-Sulzbach (1724–1799) war ein entfernter Verwandter von Kurfürst Carl Philipp, der seit 1716 die Kurpfalz regierte. 1734 wurde der Zehnjährige vom Landesherrn nach Mannheim geholt und 1742, aus dynastischen Überlegungen, mit Carl Philipps Enkelin, Elisabeth Augusta, verheiratet. Die Eheleute waren jedoch grundverschieden und fanden beide kein Glück in dieser Verbindung. Nach dem Tod Carl Philipps noch im gleichen Jahr übernahm Carl Theodor die Regentschaft.

Welche Vorlieben hatte der Kurfürst?

Der Kurfürst galt als gebildeter, aufgeklärter Fürst. Er war äußerst wissbegierig und förderte Wissenschaft und Künste. Begeistert sammelte er Gemälde, Kupferstiche, Naturalien, Münzen und Bücher in Schloss Mannheim. Die von ihm gegründete Mannheimer Akademie der Wissenschaften widmete sich der Geschichte der Kurpfalz und den Naturwissenschaften, unter anderem der Entwicklung von Blitzableitern. Auf dem Gebiet der Musik erwies sich die durch ihn geförderte „Mannheimer Schule“ wegweisend in Europa.

Kinderführung in Schloss Schwetzingen

Wie auch der Kurfürst fühlen sich hier Besucher wohl.

Fühlte sich Carl Theodor in Schwetzingen wohl?

Carl Theodor liebte seine Sommerresidenz! Hier war das Hofzeremoniell weniger stark ausgeprägt wie in seiner Hauptresidenz Mannheim. Als ganz privaten Rückzugsort für sich selbst und seine Gäste ließ der Kurfürst das durch Hecken abgeschirmte Badhaus anlegen. Die Verlegung der Residenz nach München 1778 hielt Carl Theodor nicht davon ab, den Garten in Schwetzingen weiter ausgestalten zu lassen. Der Schlossgarten war für ihn ein „kurpfälzisches Monument“, das es zu bewahren galt.

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