Einzigartige GArtenanlage von europäischem Rang

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen

Ehrenhof von Schloss Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele
TRAGISCHES ENDE EINES STREITES UM DEN KRANKEN KURFÜRSTEN

DER DOPPELMORD ZU SCHWETZINGEN

Im Juni 1764 trug sich am helllichten Tag ein unerhörter Vorfall zu: Der Leibarzt Franz Bechtler griff den Kammerdiener von Kurfürst Carl Theodor an. Mit einem Messer erstach er Dominik Pierron, anschließend richtete er die Waffe gegen sich selbst und beging Selbstmord.

Bildnis Kurfürst Carl Theodor; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

War der Kurfürst Anlass für den tödlichen Streit?

WAR GEKRÄNKTER STOLZ DER ANLASS?

Die Bluttat an der Marstalltafel in aller Öffentlichkeit scheint wohl unter anderem mit der ärztlichen Behandlung des Kurfürsten wenige Tage zuvor in Verbindung gestanden zu haben. Als Carl Theodor über ein Unwohlsein klagte, war der kurfürstliche Leibarzt nicht anwesend. Der um die Gesundheit seines Herrn bedachte Kammerdiener Pierron empfahl daher schnell einen anderen Arzt, der dem Kranken erfolgreich beistehen konnte.

VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN

Der ganze Hof war entsetzt! Warum Franz Bechtler, als Chirurg und Leibarzt in Diensten des Kurfürsten, das Messer zückte, wurde nie wirklich aufgeklärt. Allerlei Verschwörungstheorien kursierten daher noch lange am Schwetzinger Hof.

TIPP

Eine spannende Geschichte rund um dieses Ereignis haben Wolfgang Schröck-Schmidt und Carola Kupfer in „Nichts ist eine Kleinigkeit bei Hofe: Gefährliche Intrigen im Mannheimer Schloss“ erzählt. Der lesenswerte historische Roman ist im Schlossshop Schwetzingen erhältlich!

Mehr erfahren

Persönlichkeiten
Arbeit & Vergnügen
Wissenschaft & Technik

Bitte wählen Sie maximal 5 Schlagwörter aus.