Einzigartige GArtenanlage von europäischem Rang

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen

SCHLOSSGÄRTNER HABEN KEINE WINTERPAUSE

DIE ANZUCHT

DES SOMMERFLORS

Im Schwetzinger Kreisparterre bestimmen derzeit Stiefmütterchen und Silberblatt das Bild. Doch im betriebseigenen Gewächshaus laufen bereits die Vorbereitungen für den neuen Sommerflor: 18.000 Pflanzen in 25 Sorten werden für die 1.760 m2 große Pflanzfläche der Rahmenrabatten gezogen.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Gewächshaus; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, OV Schwetzingen

Eins ums andere.

AUS EIGENER ZUCHT

Alle Sommerblumen für die Rabatten im Kreisparterre werden aus Samen angezogen. Die Anzahl pro Einzelsorte liegt zwischen 250 und 1.200 Stück. Die Aussaat erfolgt gestaffelt nach Keimdauer von Ende Februar bis Ende März. Gesät wird sortenweise in Saatkisten mit Pikiererde. Je nach Keimverhalten des Samens – ob ein Lichtkeimer oder ein Schattenkeimer – wird der Samen mit Erde fein übersiebt. Die Anzuchtkisten werden bis zur Keimung des Samens bei 20 Grad aufgestellt und manuell feucht gehalten.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Gewächshaus; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, OV Schwetzingen

Von Hand begossen.

GEHEGT UND GEPFLEGT

Nachdem sich erste Blattpaare gebildet haben, geht es an das Vereinzeln des Pflanzgutes. Dazu dienen sogenannte mit Pikiererde befüllte Polypacks, das sind zusammenhängende Topfeinheiten mit 15 Stück pro Einheit. Die fertigen Polypacks werden bei 18 Grad aufgestellt. Während der Wachstumsphase müssen die Pflanzen mehrmals gedüngt werden. Falls notwendig, können die Schlossgärtner Triebe einkürzen, um einen kompakteren Wuchs zu erreichen. Bis Mitte Mai, nach den „Eisheiligen“, sollen alle Pflanzen pflanzfertig sein.

Schlossgarten Schwetzingen, Rabatte im Kreisparterre; Foto: Heinz Friedrich

Bewährte Auswahl.

GELUNGENE ZUSAMMENSTELLUNG

Nach mehrjährigen Versuchen in der betriebseigenen Gärtnerei konnte erstmals 1982 eine gelungene Zusammenstellung an Pflanzen präsentiert werden. Die Auswahl der Blumensorten hat sich in den letzten Jahren bewährt und wird weitgehend beibehalten. Je nach Witterung entwickelt sich in den Beeten die eine oder andere Sorte nicht so, wie es sich die Schlossgärtner wünschen. Deshalb wird hin und wieder eine Sorte durch eine andere ersetzt.

BEPFLANZUNG IM „PARKPFLEGEWERK“ FESTGELEGT

Bereits 1970 wurde das „Parkpflegewerk“ für den Schlossgarten Schwetzingen erstellt, in dem es um ein verbindliches Programm für die Pflege, Rekonstruktion und Restaurierung des historischen Gartens geht. Als Grundlagen für das „Parkpflegewerk“ dienten verschiedene Quellen: Archivalien und alte Pläne, Ergebnisse archäologischer Grabungen und Bücher über Gartentheorien der Barockzeit. Ziel aller Bemühungen ist es, den Denkmalwert des Gartens zu erhalten.

Blütenpracht des Sommerflors.

TIPP

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